Rechner für Blog-Einnahmen
Der Rechner zeigt, was ein Blog in einem Monat aus vier Kanälen gleichzeitig einbringen kann: Werbung, Partnerlinks, eigenes Produkt und Spenden. Sie tragen Ihren Traffic und Ihre Annahmen ein, das Werkzeug rechnet sie mit der Formel des jeweiligen Kanals durch und zeigt die Summe, den Anteil jedes Kanals und die Einnahmen pro 1000 Sitzungen. Eine neue Autorin braucht das früher, als es scheint. Lange bevor der erste Euro eintrifft, ist bereits das Wesentliche sichtbar: welcher Kanal in Ihrem konkreten Aufbau echtes Geld erzeugen kann und welcher auch bei doppeltem Traffic Kleingeld bleibt. Und wie viele Sitzungen nötig sind, um die gewünschte Zahl zu erreichen — das ist die zweite Hälfte des Werkzeugs, die umgekehrte Frage.
Traffic und Währung
Einnahmekanäle
Füllen Sie die Felder oben aus, dann erscheint hier die Rechnung.
Das ist ein Modell auf Basis Ihrer eigenen Annahmen, keine Prognose. Das Werkzeug multipliziert nur die Zahlen, die Sie eintragen: ist der RPM oder die Konversion geraten, ist auch das Ergebnis geraten — mit genau derselben Genauigkeit.
Alles wird in Ihrem Browser berechnet. Ihre Traffic- und Einnahmezahlen werden nirgendwohin gesendet und nicht gespeichert.
Wie jeder Kanal berechnet wird
Werbung wird aus Seitenaufrufen berechnet, nicht aus Sitzungen: die Sitzungen werden mit den Seiten pro Sitzung multipliziert, das Ergebnis mit der Belegungsrate multipliziert und durch tausend geteilt, dann mit dem RPM multipliziert. Der RPM sind die Einnahmen pro 1000 Einblendungen nach dem Abzug des Werbenetzwerks — genau die Zahl, die Ihr Dashboard ausweist. Partnerlinks sind eine Kette aus drei Gliedern: Sitzung, Klick auf den Partnerlink, Kauf. Zwei Anteile multiplizieren sich, deshalb ergeben 3 % Klickrate und 2,5 % Konversion nicht 5,5 %, sondern 0,075 % der Sitzungen. Das ist der Hauptgrund, warum dieser Kanal fast immer kleiner ausfällt als erwartet. Eigenes Produkt: die Sitzungen werden mit der Kaufkonversion und dem Preis multipliziert, vom Ergebnis wird die Plattformgebühr abgezogen. Spenden: die Sitzungen werden mit dem Anteil der Spender und der durchschnittlichen Zahlung multipliziert; eine Mitgliedschaft zählt als eine Zahlung pro Monat. Die Einnahmen pro 1000 Sitzungen sind die ganze Summe geteilt durch den Traffic. Das ist die einzige Zahl, mit der es sich lohnt, einen Monat mit einem anderen oder den eigenen Blog mit einem fremden zu vergleichen.
Welche Zahlen als gewöhnlich gelten
Der Display-RPM liegt in einem gängigen Werbenetzwerk für allgemeine Inhalte meist bei etwa 5–15 € und höher in Finanzen, Software und anderen Nischen, in denen Werbetreibende hart bieten. Er hängt weit mehr davon ab, wo Ihre Leser leben, als davon, wie gut der Text geschrieben ist: derselbe Artikel kann auf Traffic aus den USA oder Großbritannien ein Mehrfaches dessen bringen, was er auf Traffic aus günstigeren Märkten bringt. Deshalb steht im Beispiel ein RPM von 8 und keine Zahl aus einem einzelnen Blog. Die Belegungsrate liegt selten über 90 %, weil Werbeblocker einen Teil des Inventars nehmen. Die Klickrate auf einen Partnerlink liegt in einem Testartikel bei einigen Prozent; in einem Artikel ohne klare Empfehlung bei Bruchteilen eines Prozents. Die Konversion vom Klick zum Verkauf liegt bei den meisten Partnerprogrammen zwischen 1 % und 5 %. Die Konversion von der Sitzung zum Kauf des eigenen Produkts liegt in einem Blog ohne Aufwärmstrecke bei Hundertsteln und Zehnteln eines Prozents. Der Anteil der Spender ist noch kleiner: 0,05 % der Sitzungen sind für einen Blog mit treuem Publikum bereits ein ordentliches Ergebnis. Liegen Ihre eingetragenen Zahlen deutlich über diesen Richtwerten, sieht die Summe gut aus und wird nicht eintreten.
Die umgekehrte Frage: Traffic für ein Ziel
Alle vier Formeln sind linear in der Zahl der Sitzungen: doppelter Traffic verdoppelt die Einnahmen jedes Kanals. Der nötige Traffic ist deshalb eine einzige Division — das Ziel geteilt durch die Einnahmen aus einer Sitzung mit Ihrem heutigen Satz an Kanälen. Darin liegen zugleich Stärke und Grenze der Rechnung. Die Stärke: die Antwort kommt sofort und lässt sich im Kopf prüfen. Die Grenze: Linearität hält in der Praxis nicht immer. Zusätzlicher Traffic kommt oft aus anderen Quellen und in anderer Qualität, der RPM kann sinken, wenn Sie ein breiteres Publikum erreichen, und die Produktkonversion kann umgekehrt steigen, sobald man Ihren Namen kennt. Lesen Sie den nötigen Traffic also als Größenordnung und nicht als Plan: «etwa fünfmal mehr» ist eine brauchbare Schlussfolgerung, «103 480 Sitzungen» ist Selbsttäuschung.
Was der Rechner bewusst nicht tut
Er lädt keine Wechselkurse. Die Währungswahl ist nur das Symbol neben der Zahl: Sie tragen alle Beträge in einer Währung ein, und innen wird nichts umgerechnet. Ein Kurs bedeutet eine Netzwerkanfrage, und dieses Werkzeug muss ohne sie auskommen. Er kennt Ihr Thema nicht und trägt keinen «typischen RPM für Ihre Nische» ein: einen verlässlichen Durchschnitt dieser Art gibt es nicht, und eine erfundene Zahl ist schlimmer als eine fehlende. Er rechnet weder Steuern noch Hosting, weder Honorare für Autoren noch Werbeausgaben — das sind Bruttoeinnahmen der Kanäle. Saisonalität ignoriert er: die Jahreszahl ist schlicht die Monatszahl mal zwölf. Vor allem sagt er nichts voraus. Er multipliziert Ihre Annahmen. Sind die Annahmen geraten, ist das Ergebnis geraten — mit genau derselben Genauigkeit.