Überschriften-Analyse
Das Werkzeug schickt Ihre Überschrift durch sechs Prüfungen — Länge in Zeichen und in Wörtern, eine Zahl, eine Anrede an den Leser, starke Wörter, Konkretheit — und zeigt, was jede davon zu einer Bewertung von null bis hundert beiträgt. Abzüge werden separat gezählt: Versalien, drei Ausrufezeichen, Klischees, zu vage Formeln, ein wiederholter Wortstamm. Dazu schätzt es die Pixelbreite, denn Google schneidet eine Überschrift nach der Breite der Zeile ab, nicht nach der Zahl der Zeichen. Das ist eine messbar gemachte Redaktions-Checkliste. Kein Orakel: eine Überschrift mit 90 Punkten kann floppen und eine mit 45 kann funktionieren.
Überschrift
Die Wörterbücher stecken in der Seite, die Analyse läuft lokal, es gibt keine Netzwerkanfragen.
Bewertung
Breite in den Google-Ergebnissen
Woraus sich die Bewertung zusammensetzt
| Komponente | Beitrag | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Geben Sie eine Überschrift ein, dann erscheint hier die Aufschlüsselung der Punkte. | ||
Drei Beispiele zum Vergleich
| Überschrift | Punkte | Was anders ist |
|---|
Wie sich die Bewertung zusammensetzt
Sechs Komponenten ergeben die hundert Punkte. Die Länge in Zeichen bringt bis zu 20 Punkte, die Länge in Wörtern bis 14, eine Zahl 12, eine Frage oder eine Anrede an den Leser 12, emotionale Wörter aus dem Wörterbuch bis 20 und die Konkretheit bis 22. Innerhalb des optimalen Bereichs gibt eine Komponente die volle Punktzahl, außerhalb fallen die Punkte linear auf null. Abzüge werden von der Summe abgezogen: ein Wort in Versalien kostet 12, drei oder mehr Ausrufezeichen kosten 10, jedes Klischee kostet 12 (nie mehr als 20 insgesamt), zu vage Formeln kosten 10 und ein wiederholter Wortstamm 8. Die Endzahl wird auf null bis hundert begrenzt. Jede Zeile der Tabelle zeigt beides: die Punkte und das, was damit zu tun ist. Deshalb ist die Bewertung keine Blackbox — Sie dürfen jedem Punkt widersprechen und es anders machen.
Die optimale Länge hängt davon ab, wo die Überschrift erscheint
Für einen Blogartikel liegt der Arbeitsbereich bei 50 bis 65 Zeichen und 6 bis 12 Wörtern. Das ist die Länge, die in die Google-Ergebnisse passt und trotzdem Platz lässt zu sagen, für wen der Text ist und was er verspricht. Ein Gastbeitrag bekommt einen weiteren Bereich, 45 bis 70 Zeichen, weil ein fremdes Blog der Überschrift oft mehr Raum gibt. Ein Buchtitel geht in die andere Richtung: 12 bis 40 Zeichen und 2 bis 7 Wörter, denn er muss in einer Sekunde vom Cover ablesbar sein. Ein E-Mail-Betreff liegt bei 28 bis 45 Zeichen, weil Mail-Apps auf dem Telefon alles Längere abschneiden. Wählen Sie den Typ in der Liste, und der Bereich wird neu berechnet. Alle anderen Prüfungen bleiben für jeden Typ gleich.
Warum Google Pixel statt Zeichen zählt
In den Suchergebnissen wird die Überschrift in Arial mit 16 Pixeln gezeichnet, und die Buchstaben darin sind unterschiedlich breit: ein «i» nimmt 3,6 Pixel, ein «m» dagegen 13,3. Zwei Überschriften mit je 60 Zeichen können also an verschiedenen Stellen abgeschnitten werden, und der Rat, unter 60 Zeichen zu bleiben, stimmt nur im Durchschnitt. Das Werkzeug misst die Breite aus einer eingebauten Tabelle der Arial-Breiten und zeigt das Zeichen, nach dem die Zeile abgeschnitten wird, wenn sie die Grenze von rund 600 Pixeln überschreitet. Der durchgestrichene Teil ist genau das, was ein Leser in den Suchergebnissen nie sieht. Das ist eine Schätzung, keine Messung. Die echte Spaltenbreite hängt vom Gerät ab, und Google darf Ihre Überschrift selbst umschreiben, wenn sie aus seiner Sicht nicht zur Suchanfrage passt.
Was der Analysator nicht macht
Er kennt weder Ihr Thema noch Ihr Publikum. Die Wörterbücher der starken Wörter und der Klischees stecken in der Seite und sind für alle gleich: was für ein Blog über Geldverdienen ein starkes Wort ist, ist in einer akademischen Publikation ein billiger Trick. Die Wortlisten, nach denen die Emotionalität gezählt wird, sind für Ukrainisch, Russisch und Englisch zusammengestellt. Die Länge der Überschrift, die Wortzahl, die Zahl darin, das Fragezeichen, die Versalien, den wiederholten Wortstamm und die Pixelbreite rechnet das Werkzeug in jeder Sprache aus, die Wörterbuchbewertung auf einen deutschen Text wendet es aber nicht an: bei den Komponenten «starke Wörter», «Anrede» und teilweise «Konkretheit» steht dann eine Null, und das heißt nur, dass die Listen für Deutsch nicht existieren — nicht, dass die Überschrift schlecht wäre. Eigene deutsche Listen wären eine getrennte Untersuchung, keine Übersetzung, und wir stellen sie lieber gar nicht, als sie zu erfinden. Er sagt keine Klicks voraus. Keine Formel weiß, wie viele Menschen Ihre Überschrift anklicken: das hängt von der Suchanfrage ab, von den Konkurrenten in den Ergebnissen, von der Domain und sogar von der Tageszeit. Und er trifft die Entscheidung nicht für Sie. Wenn die Prüfungen keine Abzüge gefunden haben, heißt das genau, dass die eingebauten Wörterbücher geschwiegen haben — nicht, dass die Überschrift gut ist. Der beste Test bleibt der alte: zeigen Sie drei Fassungen drei Menschen aus Ihrem Publikum.