Freelancer-Stundensatz: wie viel eine Stunde kosten muss
Der Rechner geht den umgekehrten Weg: nicht «wie viel soll ich verlangen», sondern «wie viel muss eine Stunde kosten, damit das Einkommen aufgeht». Hinein gehen das Geld, das Ihnen bleiben soll, Ihr Arbeitsrhythmus, freie Tage, Steuer und Jahresausgaben; heraus kommen die Minimalstunde, die empfohlene Stunde mit Puffer und derselbe Satz umgerechnet auf 1000 Wörter. Das Schlüsselfeld ist der Anteil abrechenbarer Stunden. Genau ihn vergessen Anfänger: von acht freiberuflichen Stunden am Tag sind bestenfalls fünf bezahlt, der Rest geht für Kundensuche, E-Mails, Rechnungen und Portfolio drauf. Solange dieser Anteil nicht mitgerechnet wird, fällt jeder Satz etwa halb so hoch aus, wie er sein müsste.
Wie viel Sie brauchen
Wie viele Stunden Sie haben
Ihr Satz
Tragen Sie Einkommen, Tage und Stunden ein, dann erscheint hier der Satz.
Wohin die Stunden des Monats gehen
Wenn Sie das Einkommensziel anheben
| Monatseinkommen | Minimalstunde | Empfohlen | Pro 1000 Wörter |
|---|---|---|---|
| Die Tabelle erscheint, sobald Sie Ihre Daten eingetragen haben. | |||
Ihre Einkommensdaten gehen nirgendwohin: alles wird in Ihrem Browser berechnet und nichts gespeichert.
Wie die Minimalstunde berechnet wird
Zuerst zählt das Werkzeug den Zeitvorrat. Arbeitstage pro Jahr sind die Tage pro Monat mal zwölf, abzüglich freier und Krankheitstage; das Ergebnis wird wieder durch zwölf geteilt und mit den Stunden eines Tages multipliziert. So verteilt sich die freie Zeit gleichmäßig, statt einen ganzen Monat aufzufressen. Dann bleibt vom Vorrat nur der abrechenbare Teil. Sechzig Prozent von hundertfünfundfünfzig Stunden sind dreiundneunzig Stunden, die tatsächlich bezahlt werden. In sie muss alles hineinpassen, was Sie verdienen. Als Nächstes kommt die Summe, die Sie fakturieren müssen: das gewünschte Einkommen plus der Monatsanteil der Jahresausgaben, und dann wird das Ganze um die Steuer hochgerechnet. Geteilt durch die abrechenbaren Stunden ergibt das die Minimalstunde. Die empfohlene Stunde ist das Minimum plus zwanzig Prozent. Dieser Puffer ist keine Gier: er ist der Monat, in dem ein Kunde verschwand, der kaputte Laptop und die Woche mit Fieber im Bett.
Realistische Zahlen für 2026
Der Anteil abrechenbarer Stunden liegt bei Freiberuflern mit stetigen Aufträgen bei 50–70 Prozent. Achtzig und mehr gibt es in einer Festanstellung oder bei jemandem mit zwei, drei Stammkunden, der keine Zeit für Akquise aufwendet. Wer gerade erst anfängt, liegt in den ersten Monaten ehrlicherweise bei 30–40 Prozent, und der Satz fällt bei diesem Anteil hoch aus — ein normales Signal dafür, dass zuerst der unbezahlte Teil gekürzt werden muss. Das Schreibtempo für Text samt Faktencheck und Korrektur liegt grob bei 250–500 Wörtern pro Stunde. Angaben wie 1500 Wörter pro Stunde beschreiben das Tippen, nicht fertiges Material. Die jährlichen Betriebsausgaben sind selbst am Anfang selten null: Software-Abos, alle paar Jahre ein Rechner, Kurse, Werbung in eigener Sache, Zahlungs- und Überweisungsgebühren, die Steuerberatung zum Jahresabschluss. Etwa 4000–7000 € im Jahr sind für einen deutschsprachigen Freiberufler ein bescheidener Richtwert, kein Maximum. Der Satz, den das Werkzeug ausgibt, ist eine Untergrenze und kein Marktpreis. Breite Spannen für deutschsprachiges Schreiben laufen auf rund 30 € pro Stunde am Anfang, 60 € in der Mitte und 110 € für Fachleute hinaus — landet Ihr Minimum weit darüber, liegt die Ursache meist beim Anteil abrechenbarer Stunden und nicht am Preisschild. Die Tabelle mit drei Einkommensstufen zeigt das Wesentliche: um doppelt so viel zu verdienen, müssen Sie den Satz ebenfalls verdoppeln. Mehr Aufträge in denselben Stunden unterzubringen funktioniert nicht — es sind keine Stunden mehr übrig.
Was der Rechner nicht tut
Er verspricht nicht, dass der Markt Ihren Satz zahlt. Das ist die Untergrenze, unter der Sie mit Verlust arbeiten; ob ein Kunde zustimmt, ist eine Frage von Nische, Portfolio und Verhandlung, nicht von Arithmetik. Er zählt keine Aufträge und sagt Ihre Auslastung nicht voraus. Leere Monate erwischen jeden, und für sie steht der Puffer von zwanzig Prozent da. Er kennt Ihre Steuern nicht. Das Feld «Steuer» ist schlicht ein Prozentsatz, den Sie selbst eintragen; die Zahl unterscheidet sich zwischen Freiberuflichkeit und Gewerbe, hängt an Einkommensteuer, Krankenversicherung und Umsatzsteuerpflicht, und für Einkünfte von Kunden im Ausland kommen weitere Regeln dazu. Und er rechnet keine Währungen um. Die Auswahl setzt nur ein Symbol neben die Zahl: Wechselkurse hießen eine Anfrage nach außen, und dieses Werkzeug lädt nichts.