Tantiemenrechner für den Selbstverlag
Der Rechner zeigt, was Ihnen ein bei Amazon KDP und ähnlichen Shops verkauftes Exemplar bringt, und stellt die beiden Tantiemensätze nebeneinander — den niedrigen und den hohen. Das ist der eigentliche Vergleich auf dieser Seite: der hohe Satz sieht doppelt so gut aus, genau bis zu dem Moment, in dem man sich an die Kosten der Dateiübertragung erinnert und an das Preisfenster, außerhalb dessen man diesen Satz schlicht nicht bekommt. Das zweite Ergebnis ist die Zahl der Exemplare, die Sie verkaufen müssen, um das Geld für Cover, Lektorat und Satz zurückzuholen. Diese Zahl entscheidet, ob sich das Buch in Ihrem Fall rechnet — nicht der Tantiemenprozentsatz.
Ihr Buch
Plattformbedingungen
Plattformen ändern diese Zahlen ohne Ankündigung, deshalb stehen sie hier als normale Eingabefelder und nicht als Konstanten im Code. Gleichen Sie sie vor dem Rechnen mit der Bedingungsseite Ihres Shops ab und korrigieren Sie alles, was nicht passt.
Was Sie bekommen
Tragen Sie Preis und Plattformbedingungen ein, dann erscheint hier die Rechnung.
Aufschlüsselung der Tantieme
| Posten | Wert |
|---|---|
| Die Tabelle erscheint, sobald Sie einen Preis eintragen. | |
Jede Zahl oben ist die veröffentlichte Formel des Shops, angewandt auf Ihre Eingaben. Sie verspricht keine Verkäufe: die Zahl der Exemplare pro Monat setzen Sie selbst, und sie treibt die Einnahmen — nicht die Tantieme eines einzelnen Exemplars.
Ihre Buch- und Kostendaten verlassen den Browser nie: die Rechnung läuft lokal, nichts wird gesendet und nichts gespeichert.
Warum 70 Prozent nicht immer mehr sind als 35
Der niedrige Satz wird vom vollen Ladenpreis genommen und zieht nichts ab. Der hohe Satz zieht zuerst die Kosten der Dateiübertragung ab — die Größe des Buches in Megabyte mal dem Satz pro Megabyte — und nimmt erst dann seinen Prozentsatz. Daraus ergibt sich eine einfache Schwelle. Die beiden Sätze sind gleich, wenn der Preis den Übertragungskosten mal dem hohen Satz geteilt durch die Differenz der Sätze entspricht; bei den klassischen 35 und 70 Prozent ist das genau das Doppelte der Übertragungskosten. Alles, was billiger ist als dieser Punkt, bringt beim niedrigen Satz mehr. Bei einem Buch von zwei Megabyte und 0,15 € pro Megabyte betragen die Übertragungskosten 0,30 € und der Gleichstandspreis 0,60 €. Für reinen Text gewinnt der hohe Satz also fast immer. Ein bebildertes Buch von 40 Megabyte kostet dagegen allein 6,00 € an Übertragung, und der Gleichstandspreis springt auf 12,00 € — über das gesamte Preisfenster hinaus. Beim Druck ist es umgekehrt: es gibt keine Übertragungskosten, dafür Druckkosten — Seiten mal Preis pro Seite, plus fester Anteil. Sie werden abgezogen, nachdem die Plattform ihren Prozentsatz bereits genommen hat, deshalb rutscht ein dünnes Buch zu niedrigem Preis leicht in eine negative Tantieme.
Die Richtwerte für 2026 und warum sie Felder sind und keine Konstanten
Die Vorgabewerte in den Feldern «Plattformbedingungen» entsprechen dem, wie Amazon KDP seine Regeln zum Zeitpunkt des Schreibens veröffentlicht hat: 35 und 70 Prozent, ein Fenster für den hohen Satz von etwa 2,99 bis 9,99 €, Übertragungskosten von rund 0,15 € pro Megabyte und 60 Prozent für den Druck. Die Plattform ändert diese Zahlen jedoch ohne Ankündigung, und das Preisfenster unterscheidet sich außerdem von Shop-Land zu Shop-Land. Deshalb stehen sie hier als normale Eingabefelder: öffnen Sie die Bedingungsseite Ihres Shops, prüfen Sie sie und korrigieren Sie sie. Ein Rechner, der vorgäbe, die heutigen Amazon-Bedingungen zu kennen, würde Sie nach jeder Satzänderung belügen. Auch die Einmalkosten sollte man ehrlich schätzen. Ein ordentliches Cover kostet 100 bis 400 €, das Lektorat eines mittellangen Textes beginnt bei 300 €, der Satz bei 100 €. Die sechshundert Euro im Beispiel sind ein bescheidenes Paket, kein aufgeblasenes. Retouren und Rabatte bleiben beim E-Book meist im Bereich weniger Prozent; beim Druck können sie deutlich höher liegen.
Was der Rechner nicht tut
Er sagt keine Verkäufe voraus. Die Zahl der Exemplare pro Monat ist Ihre eigene Annahme, die Sie eingetragen haben; das Werkzeug multipliziert die Tantieme nur damit. Keine Formel weiß, wie viele Bücher Ihre Leserschaft kaufen wird. Er kennt die heutigen Sätze in Ihrem Shop nicht. Jede Plattformbedingung ist hier ein Eingabefeld mit einem Vorgabewert, den Sie vor dem Rechnen prüfen müssen. Er berechnet keine Steuer auf Tantiemen, keinen Quellensteuerabzug nach Doppelbesteuerungsabkommen und keine Auszahlungsgebühren. Das ist ein eigenes Thema und von Land zu Land sehr unterschiedlich. Und er rechnet keine Währungen um. Die Auswahl wählt nur ein Symbol — Dollar und Pfund stehen vor der Zahl, Euro, Hrywnja und Zloty dahinter — tragen Sie also Buchpreis und Plattformbedingungen in einer Währung ein, sonst ist das Ergebnis sinnlos.