Google-Snippet-Vorschau: wie Ihr Artikel in der Suche aussieht
Tippen Sie Titel, Beschreibung und Adresse ein, und Sie sehen dieselbe Karte, der ein Leser in den Suchergebnissen begegnet: die Adresse, den blauen Titel, die graue Beschreibung und das Datum. Sie erkennen sofort, ob der Titel passt und an welcher Stelle genau er abgeschnitten wird. Das ist das Erste, was Ihren Text verkauft. Ein Mensch liest ein Snippet in einer halben Sekunde und entscheidet, ob er klickt oder weiterscrollt. Für eine neue Autorin zählt das mehr als jede andere Optimierung: ohne den Klick gibt es keine Lektüre, keinen Kunden und keinen Abonnenten.
Was in die Ergebnisseite geht
Was der Leser sehen wird
Ihr Text verlässt den Browser nie: die Breite wird mit einer eingebauten Tabelle der Buchstabenbreiten gemessen, ohne Netzwerkaufrufe.
Google schreibt Titel sehr oft um und baut die Beschreibung fast immer selbst aus dem Seitentext. Dieses Werkzeug zeigt die Abschneidegrenzen, keine Garantie dafür, was der Nutzer sieht.
Warum Pixel und nicht Zeichen
Google schneidet den Titel nicht nach einer festen Anzahl von Buchstaben ab. Es schneidet, wenn die Zeile nicht mehr in die verfügbare Breite passt. Deshalb sind «Illinois» und «wwwwwwww» gleich lang und völlig unterschiedlich breit: das erste Wort besteht aus schmalen Buchstaben, das zweite achtmal aus dem breitesten Buchstaben des lateinischen Alphabets. Im Werkzeug steckt eine Tabelle der Arial-Buchstabenbreiten: Latein, Kyrillisch, Ziffern und die üblichen Satzzeichen. Die Breite jedes Zeichens ist in Tausendsteln der Schriftgröße bekannt, also wird der Titel bei 20 px und die Beschreibung bei 14 px gemessen und die Summe mit dem Limit des Geräts verglichen. Ein unbekanntes Zeichen bekommt die Breite des Buchstabens «o», 0,556 der Schriftgröße. Die Richtwerte: am Desktop passt ein Titel bis etwa 600 px und eine Beschreibung bis 920 px. Am Telefon darf ein Titel bis 920 px nehmen, weil er auf zwei Zeilen umbricht, und eine Beschreibung bis 1030 px. Das sind eingespielte Branchenzahlen, an echten Suchergebnissen gemessen, und kein offizieller Standard: Google hat solche Werte nie veröffentlicht.
Wie man einen Titel schreibt, der nicht abgeschnitten wird
Stellen Sie das Wichtigste nach vorn. Wird der Titel doch gekürzt, verschwindet das Ende — und im Ende darf weder die Schlüsselphrase noch das Hauptversprechen noch die Zahl stehen. Den Namen der Website hängen Sie ans Ende nach einem Gedankenstrich oder einem senkrechten Strich, und nur wenn noch Platz bleibt. Ihn in jedem Titel zu wiederholen bringt nichts: die Domain sieht der Leser bereits in der Zeile darüber. Die Beschreibung ist keine Nacherzählung des Titels. Der Titel nennt das Thema, die Beschreibung beantwortet die Frage «was habe ich davon»: Details, Zahlen, für wen der Text ist. Wenn beide Zeilen aus denselben Wörtern gebaut sind, bekommt der Leser einen Gedanken zweimal und erfährt nichts Neues. Solche Wiederholungen meldet das Werkzeug gesondert.
Was dieses Werkzeug nicht macht
Es verspricht nicht, dass Google Ihren Text zeigt. Nach verschiedenen Schätzungen schreibt die Suchmaschine Titel in etwa der Hälfte der Fälle um, und die Beschreibung baut sie noch häufiger aus dem Seitentext — besonders dann, wenn die Anfrage eng ist und auf der Seite ein präziserer Satz steht. Es prüft die Seite nicht über das Netz: nichts wird geladen und nichts gesendet. Sie tippen den Text von Hand ein, gerechnet wird in Ihrem Browser. Es zeigt keine Snippet-Erweiterungen — Bewertungssterne, Preise, Brotkrumen aus strukturierten Daten, ein Vorschaubild daneben. Die hängen von Ihren strukturierten Daten und von der Entscheidung von Google ab. Und es beurteilt nicht die Qualität Ihres Textes. Ein Titel kann perfekt in 600 px passen und trotzdem niemanden interessieren. Die Sprachauswahl im Werkzeug betrifft nur eine einzige Prüfung: die auf wiederholte Wörter zwischen Titel und Beschreibung, für die Stoppwortlisten gebraucht werden. Solche Listen sind für Ukrainisch, Russisch und Englisch zusammengestellt, für Deutsch gibt es sie nicht — auf einem deutschen Text arbeitet diese eine Prüfung deshalb gröber und kann ein häufiges Hilfswort als Wiederholung zählen. Alles Übrige — Breite in Pixeln, Abschneidegrenzen, Zeichen- und Wortzahl, die Position der Schlüsselphrase — wird in jeder Sprache gleich gerechnet.
Eine schnelle Prüfung vor der Veröffentlichung
Die Schlüsselphrase steht in den ersten drei Wörtern des Titels. Der Titel färbt sich in der Vorschau nicht rot, das heißt er passt vollständig. Die Beschreibung enthält dieselbe Phrase, einmal und natürlich verwendet. Die Beschreibung ist länger als 60 Zeichen, sonst ersetzt Google sie fast sicher durch ein eigenes Snippet. Die Beschreibung wiederholt den Titel nicht Wort für Wort. Die Adresse ist kurz und lesbar — ein langer Schwanz zufälliger Ziffern wirkt in den Suchergebnissen verdächtig. Und noch etwas: schalten Sie das Gerät auf «Mobil» um. Die meisten Ihrer Leser sehen das Snippet dort, und die mobilen Limits sind andere.